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REZENSION ZU LIEDER VON MORGEN

 

 

 

 

 

Autor: Rune L. Green

Verlag: Drachenmondverlag

Seitenanzahl: 300

ISBN: 9-783959-911306

Preis: 12,90 Taschenbuch 

 

Klappentext 

 

ZWEI VON GRUND AUF VERSCHIEDENE MENSCHEN

 

Treffen an einem Ort aufeinander, der nicht für die Entfaltung von Träumen bekannt ist: auf einer onkologischen Station für Kinder und junge Erwachsene im Herzen Londons.

Die eine- todkrank- kämpft für das Leben, während der andere, Gesunde- der alle Möglichkeiten dieser Welt hat-, dagegen kämpft. 

Sie verbindet die Sprache der Musik, die danach fragt, was wir anderen hinterlassen, wenn wir irgendwann einmal von dieser Welt entschwinden,- und die Überzeugung, dass jeder von uns an etwas glauben sollte.

Eine Geschichte über die Liebe zum Leben, über Begegnungen, wahre Freundschaft, das Leben mit einer Krankheit, die Macht der Träume und die Magie der Musik.

  

 

Meine Meinung

 

Das Jahr ist nicht mal eine Woche alt und schon habe ich das erste Jahreshighlight gelesen. Es ist wirklich keine Untertreibung, denn das Buch hat mich so berührt, das haben bis jetzt nur ganz wenige geschafft.

 

In „Lieder von Morgen“ geht es um Lenia, die Chronische lymphatische Leukämie hat und Gitarrenstunden bei Jonathan nimmt.

Lenia war mir sofort sympathisch. Ich fand sie unglaublich stark und taff. Das sie in solch einer Situation ihren Humor nicht verliert fand ich wirklich bemerkenswert. Ich musste oft über ihre Art schmunzeln, denn sie lässt sich wirklich nichts gefallen, kontert Jonathans Launen super aus und ist ein echter Sonnenschein. Sie ist so dermaßen positiv und lebensfroh, davon kann sich wirklich jeder eine Scheibe abschneiden.

 

Jonathan ist das komplette Gegenteil. Er ist ein echter Muffel, bemitleidet sich und das Leben, das er führt, ist sehr pessimistisch und lässt niemanden an sich ran. Oft habe ich mich gefragt, was eigentlich sein Problem ist. Gerade wenn man ihn mit Lenia vergleicht, fragt man sich oft, wieso er nicht aus seiner Lethargie aufwacht und sein Leben in die Hand nimmt.

Beide sind so ungleich und passen doch auf ihre eigene Art und Weise zusammen. Ich fand das sich beide super ergänzt haben. Jonathan bemitleidet Lenia nicht und behandelt sie wie jeden anderen auch. Und Lenia steckt Jonathan langsam aber sicher mit ihrem Optimismus an. Was sie außerdem verbindet ist die Musik.

Man konnte bei beiden die Leidenschaft und Hingabe zur Musik spüren und ich fand es toll, wie sie ihre Talente vereint und wundervolle Texte geschrieben haben, die mir regelmäßig Gänsehaut verpasst haben. Schön fand ich auch, dass diesmal keine Liebesgeschichte im Vordergrund stand, denn das wäre zu viel Klischee gewesen und vielleicht zu schnell zu platt geworden. In dem Buch geht es um viel mehr als eine Liebe zwischen zwei Menschen. Es geht um die Liebe zur Musik und zum Leben.

 

Einen riesengroßen Pluspunkt gibt es dafür, dass hinten im Buch ALLE Songtexte PLUS Übersetzungen zu finden sind. Generell ist die Aufmachung wie bei jeden Drachenmondbuch wieder wunderschön. Auf sowas lege ich großen Wert und freue mich jedes Mal, wenn das in einem Buch zu finden ist.

 

Ebenso Pluspunkte gibt es für den Schreibstil von Rune. Sie schafft es den Leser mit ihren Worten zu berühren, mitfühlen und leiden zu lassen, sodass man wirklich wie ein Häufchen Elend auf dem Sofa sitzt und nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Ich musste das Buch mehrmals bei Seite packen und so weinen, zum Beispiel bei der Stelle, als Celina die Einhornmütze geschenkt bekommen hat. 

Krebs ist scheiße, egal wie alt man ist. Aber zu lesen, wie kleine Kinder mit dem Tod kämpfen, sich an solchen Kleinigkeiten erfreuen und unglaublich dankbar sind ist einfach nur herzzerreißend.

Und doch musste ich genauso oft lachen oder schmunzeln. Rune hat neben dem nötigen Ernst, mit dem man das Thema behandeln sollte, nicht ihre Leichtigkeit verloren. „Lieder von Morgen“ ist unglaublich positiv und lebensbejahend. Es lässt einen nachdenklich und dankbar zurück und wirkt noch lange nach. Jeder sollte sich glücklich schätzen gesund zu sein und sein Leben leben zu können. Wir haben nur eins und sollten unsere Träume leben, anstatt nur darüber zu reden. Vielen wird es leider verwehrt.

 

„TRÄUME SIND NICHT ‚NICHTS‘. SIE SIND ALLES“ 

 

Fazit 

 

Absolutes Jahreshighlight. Ich würde am liebsten 10 Sterne geben.

Ich gebe 5+/5 Sternen.

 

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