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REZENSION ZU BABYDOLL

 

 

 

 

Autor: Hollie Overton

Verlag: Goldmannverlag

Seitenanzahl: 347

ISBN: 9-783442-488346-01

Preis: 10,00 € Taschenbuch

 

 

 

Klappentext

 

ENTFÜHRT, VERSTECKT, ENTKOMMEN.

JETZT BEGINNT DER WAHRE SCHRECKEN. 

DENN IHRE FLUCHT WAR ERST DER ANFANG…

  

 

Meine Meinung

 

Leider konnte der Klappentext nicht das halten was er versprochen hat.

Ich fand die Story vielversprechend, da die meisten Thriller aufhören, wenn der Protagonist entkommt und der Täter gefasst ist. Oft frage ich mich nach solchen Büchern dann, wie es wohl weitergeht, wie das Leben des Opfers verläuft und was mit dem Täter geschieht. 

 

Und genau hier fängt Babydoll an. Lily, die acht Jahre lang gefangen gehalten wurde, kann mit ihrer Tochter Sky fliehen, die während der unzähligen Vergewaltigungen gezeugt wurde.

Rick Hanson, ihr Lehrer, wird schnell gefasst und ins Gefängnis gebracht.

Man begleitet Lily auf den Weg ins normale Leben und hofft das endlich alles gut wird.

Doch leider gibt es zunächst nicht wirklich ein Happy End. Das Leben ist ohne sie weitergelaufen und teilweise war ich echt geschockt, wie viel Normalität eingekehrt ist bei Lilys Familie.

Vor allem ihre Zwillingsschwester Abby hat mich eigentlich während des ganzen Buches aufgeregt.

Wer so eine Schwester hat, braucht wirklich keine Feinde mehr in meinen Augen. Ich hatte teilweise so eine Wut wegen ihr im Bauch, das ich fluchend auf dem Sofa saß. Keine Handlung, kein Dialog konnte ich von ihr nachvollziehen. Für mich war sie einfach nur egoistisch und dumm.

 

Ihre Mutter war mir da noch am sympathischsten. Sie tut alles in ihrer Macht Stehende, um es ihrer Tochter so schön wie möglich zu machen, hält Abstand und verhält sich so wie es sich für eine Mutter gehört. Man merkt ihr an, was die acht Jahre mit ihr gemacht haben. Nicht zu wissen, ob die eigene Tochter tot ist, keine Leiche zu finden und vielleicht doch noch zu hoffen, auch wenn es so gut wie unmöglich scheint.

 

Bei Lily hat mir oft der Tiefgang gefehlt. Für mich ging es zu schnell zur Normalität zurück.

Wenn man fast ein Jahrzehnt in Gefangenschaft lebt, gefoltert und vergewaltigt wird, man keine Sone mehr sieht, dann finde ich nicht, dass man zwei- drei Tage später ein fast normales Leben führen kann.

 

Anders war es dafür bei Sky.

Ihr wollte man am liebsten ständig helfen, mit alldem fertig zu werden. Es war manchmal wirklich herzzerreißend, zu lesen, dass das Mädchen noch nie Schnee gesehen hat und die alltäglichsten Dinge nicht kannte. Ich kann mir nicht im Geringsten ausmalen, was das für ein kleines Mädchen bedeutet. Alle ihre Panikattacken und auch Wutausbrüche wurden sehr gut beschrieben, so dass man sich in sie hineinversetzen konnte.

 

 

 

Fazit 

 

Ein gutes solides Buch, jedoch hat mir manchmal der Tiefgang gefehlt.

Die Story an sich ist super interessant.

Ich gebe 3,5/5 Sternen.

  

 

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und den Goldmannverlag für das Rezensionsexemplar !

 

 

 

 

 

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