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REZENSION ZU WENN KINDER TÖTEN

 

 

 

 

 

Autor: Stephan Harbort

Verlag: Droemer Knaur Verlag

Seitenanzahl: 268

ISBN: 9-783426-301869

Preis: 9,99 Taschenbuch

 

 

Klappentext

 

Diese Kinder wussten was sie taten.

 

Ein sechsjähriger Junge findet bei seinem Onkel eine Pistole und erschießt damit später seine Klassenkameradin. Die Polizei überführt einen 13-jährigen Jungen, der gleich zwei Gleichaltrige auf dem Gewissen hat. Ein zwölf Jahre altes Mädchen tötet, gemeinsam mit ihrem Freund, Vater, Mutter und Bruder.

 

Stephan Harbort schildert sieben Fälle, in denen Kinder zu Mördern wurden. Er erklärt, wie die Sozialisation in der Kindheit das Verhalten beeinflusst, was die Kinder außer Kontrolle geraten ließ und sie dazu brachte, diese unfassbaren Taten zu begehen.

 

 

 

Meine Meinung

 

Ich bin schon lange ein Fan von Stephan Harbort und habe mich gefreut endlich wieder ein neues Buch von ihm lesen zu können. „Wenn Kinder töten“ hängt seinen alten Werken in nichts nach und er schildert wie immer verständlich Sachverhalte, so dass es auch Laien verstehen. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, da ich die Thematik wichtig und sehr interessant finde.

 

Die Statistiken am Ende sollten unbedingt angesehen werden, da man daraus viel schließen kann, was die Täter betrifft. 

 

Ich finde dieses Buch so unglaublich informativ, gerade weil Mord durch Kinder kaum thematisiert wird und man nicht viel darüber liest oder sieht. Auch wenn es erschreckend klingt und man es nicht wirklich fassen kann, dass Kinder zu solchen Taten imstande sind, sollte man nicht die Augen verschließen und den Tatsachen ins Auge blicken. Hier wird sehr gut erzählt, wieso, weshalb, warum es zu solchen Taten kam, wo Familie und der Staat, versagt haben. Man fragt sich unweigerlich bei jedem der sieben Fälle, ob es nicht hätte verhindert werden können. 

 

Ebenso hinterfragt man die Strafen der teilweise noch minderjährigen. Wie kann man fordern, dass ein kleines Kind lebenslänglich weggesperrt wird, wenn es seine Taten in dem Alter noch gar nicht wirklich begreifen kann? Wie möchte man die Zivilisation vor solchen Tätern schützen, ohne den Kindern selbst zu großen Schaden zuzufügen?

Aber auch: Wie kann man den Opfern gerecht werden? Mutter und Vater, die ihr Kind verloren haben und nun die gerechte Strafe fordern? Wie weit sollte man bei tötenden Kindern gehen?

 

Ich finde, jeder sollte sich darüber sein eigenes Urteil bilden. Stephan Harbort schildert in „Wenn Kinder töten“ spannend, wie es zu so einer Tat kommen kann.

  

 

Fazit 

 

Wie immer ein tolles Buch von Stephan Harbort.

Ich bin und bleibe Fan.

5/5 Sternen

 

 

 

 

 

 

 

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