· 

REZENSION ZU NIMMROTH - TRAUMLOS

 

 

Autor: Livia Fröhlich

Verlag: BoD

Seitenanzahl: 440

ISBN: 9-783752-839388

Preis: 15,99 €, broschiert 

 

Klappentext 

 

Eine buchstäblich traumhafte Trilogie mit Küstenflair 

 

Lynnea, weltversetzt wieder Willen, offenbart sich in Nimmroth alles, was ihr abenteuerlustiges Herz begehrt:

 

Träume

Die vor ihren Augen zum Leben erwachen,

 

ein Landsitz

Voll prasselnder Kamine und wundersamer Gegenstände,

 

eine Großfamilie,

scheinbar verschworen, doch voller Geheimnisse

 

….und der charmante, aber auch verdammt komplizierte Traumwächter Tarou.

 

Doch Lynneas Zuhause ist woanders. Jemand anderes. Bei dem Versuch, beide Welten zu vereinen, stößt sie auf eine Jahrzehnte zurückliegende Familientragödie, die nicht nur ihre Liebe infrage stellt. Plötzlich steht ein Leben auf dem Spiel. Um es zu retten, muss Lynnea ihre Träume jagen.

 

 

Meine Meinung

 

Als allererstes muss ich einmal sagen, wie wundervoll dieses Buch gestaltet ist. Sowas sieht man teilweise nicht mal bei einem Buch was aus einem Verlag.

Das Cover ist grandios, innen ist eine Karte, die Briefe im Buch haben eine andere Schriftart und vor allem hat jedes Kapitel ein Bild am Anfang. Es ist einfach Wahnsinn, dass die liebe Livia das als Selfpublisher so hochwertig hinbekommen hat. Allein dafür gibt es schon Pluspunkte.

 

Anfangs wusste ich nicht so recht, wo ich das Buch einordnen sollte. War es jetzt eher ein Jugendroman oder etwas für Erwachsene? Anfangs fand ich das Buch schon recht kindlich, mit der Zeit wurde es aber reifer und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Mittlerweile würde ich auch sagen das es ein Buch für jüngere Erwachsene oder Jugendliche ist. Lynni war mir von Anfang an sympathisch. Ich fand sie für ihr Alter ziemlich reif. Ihr Verhältnis zu ihren Eltern ist sehr innig und einfach nur toll. Verständlich, dass sie irgendwann Heimweh verspürt, als sie nach Nimmroth gelangt. Dafür wird sie aber von ihrer Familie, die dort lebt aufgenommen. Lynnis Verwandschaft fand ich einfach nur grandios. Ein wenig erinnerten sie mich an die Weasleys im Fuchsbau. Gerade Violet hat mich sehr an Molly weasley erinnert und ich musste so manches Mal schmunzeln. Die einzige die ich allerdings nicht leiden konnte war Annais. Ich war wirklich geschockt als ich hörte, dass Annais im Buch zirka 30 Jahre alt sein soll, denn so verhält sie sich beim besten Willen nicht. Da fand ich Lynni in vielen Dialogen und Entscheidungen reifer und überlegter. Generell war sie mir einfach zu aufbrausend.

Abgesehen von Tarou war mein Liebling aber Jaubert. So ein toller, witziger, starker Mann. Der tief in seinem Innern verletzt ist, weil er jemanden liebt, der seine Gefühle nicht erwidert. Er hat mich so oft zum Lachen gebracht und bis zum Schluss habe ich gehofft, dass er bitte bis zum Schluss bleibt.

Ich denke ohne Jaubert wäre es nur halb so schön gewesen.

Die Beziehung zwischen Tarou und Lynni fand ich auch stimmig und ich habe mitgefiebert, ob und wann sich beide nun endlich zueinander bekennen. Ich fand es einfach schön, zu lesen, wie sich langsam aber sicher starke Gefühle entwickeln. Ich finde ohne eine Lovestory geht es einfach nicht. Vielleicht bin ich da etwas kitschig, aber ich finde das muss sein.

Als dann jedoch das große Geheimnis gelüftet wurde, hatte ich vorher schon so eine Ahnung, die sich dann auch bestätigte. Das tat der Story aber keinen Abbruch.

An einigen Stellen war es mir jedoch etwas zu langatmig und manchmal hat es mir etwas an Spannung gefehlt.

Anders war das wiederrum in Peera. Diese spannende, abenteuerliche Atmosphäre hätte ich mir gern öfters gewünscht. Lynni und die anderen könnten sich ruhig mehr in Gefahr begeben, das macht das ganze einfach interessanter. Ich würde auch gerne mehr über den Dundronen lesen.

Manchmal fand ich die Geschichte um die Träumenden auch etwas kompliziert und ab und an bin ich wirklich nicht mitgekommen und war verwirrt.

Das Ende hat mich dann noch einmal umgehauen, der Cliffhanger ist aber auch sowas von fies. Ich war gedanklich noch lange bei den beiden.

 

Trotz kleineren Kritikpunkten überwiegt das Positive und die Freude auf den zweiten Teil bei Weitem. Livia Fröhlich hat mit Nimmroth einen tollen Fantasyroman geschrieben, den ich nur empfehlen kann.

 

 

Fazit

 

Ein tolles Buch mit einer wundervollen Message. Träume und Fantasie sind so wichtig und sollten nie verloren gehen. Egal wie alt wir sind.

 

Ich gebe 4,5/5 Sternen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0