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REZENSION ZU HOUSESITTER

 

Autor: Andreas Winkelmann

Verlag: Rowohlt Verlag

Seitenanzahl: 491

ISBN: 9-783499-272073

Preis: 9,99 € Taschenbuch

 

 

Klappentext

 

 

ER WILL DEIN HAUS.

ER WILL DEINE FRAU.

ER WILL DEIN LEBEN. 

 

Stell dir vor, du kommst mit deiner Freundin aus dem Urlaub in dein Haus zurück. Du merkst sofort, dass irgendetwas anders ist: Die Möbel sind verrückt. In der Küche stehen benutzte Töpfe. Die Handtücher riechen fremd. Dann spürst du einen jähen Schmerz- und es wird Nacht um dich.

 

Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf. Deine Freundin ist verschwunden- entführt.

Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben.

Und er ist zu allem entschlossen…

 

 

Meine Meinung 

 

Ich habe ja schon viel von Andreas Winkelmann gehört und viele sagen nur Positives über seine Bücher. Dementsprechend war ich auch ganz aufgeregt endlich mein erstes Buch von ihm zu lesen.

Eigentlich hatte ich mir nur vorgenommen, kurz in Housesitter reinzulesen, da es an dem Tag schon recht spät war und ich kein neues Buch anfangen wollte. Es war aber so dermaßen spannend das ich innerhalb kürzester Zeit schon auf Seite 160 war. Ich habe es regelrecht verschlungen!

 

Thomas fliegt mit seiner Freundin Saskia in den Urlaub. Schnell wird klar, dass Thomas ein Feigling ist, der seine Freundin nicht wirklich beschützen kann. Tut mir leid, aber das hat ihn mir gleich sehr unsympathisch gemacht.

Als die zwei nach Hause kommen wird er bewusstlos geschlagen und Saskia entführt. Ziemlich schnell wird klar, was der Täter mit den Frauen vorhat.

Das Buch wurde aus den Perspektiven von Thomas, den Kommissaren Priska und Scheurich und dem Täter geschrieben.

Das macht das Ganze meiner Meinung noch spannender. Ich persönlich mag es, auch mal Kapitel aus der Sicht des Mörders zu lesen.

Weil der Täter Flashbacks hat, kann man ihn so besser kennenlernen, da man so auch aus seiner Vergangenheit erfährt. Vieles erklärt sein Verhalten dadurch, ohne es natürlich gutheißen zu wollen.

Man fiebert die ganze Zeit mit, da man nicht weiß, ob Saskia noch lebt oder nicht.

Vor allem, da die Ermittler wochenlang im Dunkeln tappen und keinerlei Hinweise haben.

Zunächst scheint der Fall aussichtslos zu sein, weshalb Thomas anfängt auf eigene Faust zu suchen.

Dabei hilft ihm sein Bruder Nils, der es mit dem Gesetz nicht ganz so genau nimmt.

Er war mir wesentlich sympathischer als sein Bruder, da er einer ist der anpackt und sich nichts sagen lässt. Die Ermittlerin Priska hat genau die gleichen Wesenszüge. Sie ist forsch und nimmt sich was sie möchte. Obwohl sie Polizistin ist, würde sie auch Vorschriften missachten, nur um das Leben des Opfers zu retten. In meinen Augen ist sie ein kleiner Rebell, mit ihren Tattoos und ihrem losen Mundwerk.

 

Das komplette Gegenteil ist dafür Kommissar Scheurich. Oft genug habe ich mir gedacht: „was für ein Schwein!“. Er ist einer, der immer Recht haben will, nur auf seine Vorteile bedacht ist und somit manchmal die komplette Ermittlung gefährdet. Jemand der so arrogant ist, dass er sämtliche Hinweise, die er nicht selbst findet am liebsten missachten würde.

Nach und nach kommen sie dem Täter jedoch auf die Schliche. Allerdings fehlt bis zum Schluss das letzte Puzzleteil um den Fall und die Identität zu lösen. Ich konnte mir selbst keinen Reim darauf machen, in welcher Verbindung die Opfer stehen. Bis zum Ende nicht, was ich super fand. Denn für mich war es nicht vorhersehbar, was bei mir ein großer Kritikpunkt ist.

Die letzten 100 Seiten waren so spannend und genial gestrickt, dass ich teilweise wirklich ängstlich auf dem Sofa saß und es beklemmend fand. Bei mir werden jetzt jedenfalls immer die Vorhänge geschlossen, wenn es draußen dunkel ist.

 

Dieses Buch ist wirklich grandios und ich kann nur jedem ans Herz legen, es sich zu kaufen.

Das wird definitiv nicht mein letzter Winkelmann gewesen sein!

 

Ich gebe 5/5 Sternen

 

 

Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

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